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Der Reisebericht unsere Reise ins Elsass ist Online!

2017 - Elsass-Obernai-Strasbourg

Männerchorreise Elsass-Obernai-Strasbourg Vom 18./19. August 2017

Teilnehmer: 17 Sängerinnen und Sänger und 24 Gäste

Die Fahrt beginnt pünktlich um 07.30 Uhr in Rüegsbach. Der Reisecar der Fa. Sommer AG Grünen wird durch Martin Frey gelenkt. lm Zentrum Rüegsauschachen stossen noch 6 Personen zur fröhlichen Reisegruppe. Nun geht's in zügiger Fahrt via Oberburg-Burgdorf auf die Autobahn Richtung Basel.

lm Restaurant Waldhaus in Birsfelden geniessen wir unter freiem Himmel das letzte Kaffee auf Schweizerboden. Nach der ausgiebigen Pause fahren wir weiter und passieren schon bald den französischen Grenzposten. Vorbei an Mulhouse und Colmar wollen wir Riquewihr erreichen. Links und rechts entlang der Autobahn sehen wir grossflächige Maisfelder. Diese Monokultur ist offenbar gewollt. Wobei man feststellen kann, dass die Pflanzen teilweise zu trocken haben. Diesem Problem wird mit riesigen Bewässerungsanlagen begegnet .Aus zum Teil über 200 m breiten Armauslegern wird das Wasser auf die Felder verteilt. 0b diese Art von Landwirtschaft sinnvoll ist oder nicht bleibe dahingestellt. Natürlich besteht das Elsass nicht nur aus Maisfeldern. Grössere Kabisplätze dürfen da nicht fehlen. Ist doch das Sauerkraut eines der elsässischen Leibspeisen. Aber auch einige Tabakfelder sind zu sehen. Fast hätte  ich‘s vergessen, die Reben. lm Elsass wird mehrheitlich Weisswein produziert.

lm Château de Riquewihr der Firma Dopff & lrion dürfen wir verschiedene Weine verkosten. insbesondere der Gewürztraminer findet grossen Anklang. Die Stimmung steigt und die Stimmbänder sind nun genügend angefeuchtet. lm grossen und schönen Degustationsraum ist es ein Vergnügen einige Lieder vorzutragen .Die Frau welche uns den Wein vorstellte sagte mir anschliessend, sie habe Hühnerhaut bekommen, so schön sei unser Gesang gewesen. Draussen auf der Gasse singen wir nochmals zwei Lieder. Wir werden umschwärmt von Schaulustigen. Es werden Bilder geschossen und sogar Tonaufnahmen gemacht. Für kurze Zeit sind wir die Stars der Hauptgasse von Riquewíhr.

Es folgt nun der individuelle Aufenthalt mit Mittagessen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause fahren wir weiter Richtung Kintzheim. Auf dem Affenberg besuchen wir unsere entfernten Verwandten (Berberaffen). Der Park mit seinen 24 ha Wald bietet unzählige Möglichkeiten, die faszinierenden Berberaffen zu entdecken. Popcorn lieben sie offenbar, sie nehmen dieses ganz höflich aus unserer flach ausgestreckten Hand.

Die Fahrt geht nun Richtung Obernai, wo wir im Hôtel le Colombier die Nacht verbringen werden. Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns vor dem Hotel zum gemeinsamen Spaziergang auf den Place du Marche. lm Spezialitäten-Restaurant La Halle aux Blés geniessen wir ein feines Nachtessen. Fleischbällchen an einer Pilzsauce mit Spätzle als Hauptgang. Als Vorspeise erhalten wir ein Fleischplättli garniert mit Salat. Zum Dessert gibt es Glace mit in Schnaps eingelegten Dörrkirschen. Natürlich darf auch der Elsässerwein nicht fehlen. Als Abschluss des Abends singen wir vor dem Restaurant noch einige Lieder. Der Geburtstagsjutz darf dabei nicht fehlen, haben wir doch zwei Geburtstagskinder auf die Reise mitgenommen. Werner Kuhn und Ruth Bärtschi sind die Jubilare. Hiermit nochmals alles Gute, viel Freude und Gesundheit fürs neue Lebensjahr.

Nach einem ausgiebigen Morgenessen fahren wir um 08.45 Uhr bei Sonnenschein nach Strasbourg der elsässischen Hauptstadt .Die Schifffahrt auf der lll ist sehr geschichtsträchtig. Interessante Sehenswürdigkeiten, z.B. EU-Parlament, der imposante Münsterbau, viele alte Häuser, wunderschön auch das sog. Gerberviertel (Petite-France). Die Fahrt durch zwei Schleusen machten den Ausflug zusätzlich spannend .Der plötzlich aufkommende kurze Regenguss kann uns nicht erschüttern, ist das Schiff doch überdacht. Andern Reiselustigen geht es aber weniger gut. Sie sind nur mit Schirmen und Regenjacken ausgerüstet. Kein Dach vorhanden - eine Durchnässung der Kleider ist nicht zu vermeiden. Nach unserer Fahrt empfängt uns wieder Sonnenschein und wir können uns einem individuellen Bummel durch die Gassen der schönen Stadt hingeben .Zur Zeit der Völkerwanderung eroberten die Alemannen die lnselstadt. Seit dem 6. Jh. trug sie den alemannischen Namen Strataburgum (oder Stratisburgo). Das heutige Strasbourg hatte in den vergangenen Jahrhunderten viele Wirren zu verkraften. Mit dem 16. Jh. zog die Reformation in Strasbourg ein. Matthäus Zell, Martin Bucer und Wolfgang Capito predigten nach der Lehre Luthers. Strasbourg wurde Zufluchtsort für Protestanten aus Frankreich und den Niederlanden.

Nach den vielen gesammelten Eindrücken müssen wir leider bereits die Heimfahrt in Angriff nehmen. Via Mulhouse erreichen wir wiederum Schweizerboden. Nach einem Kaffeehalt in der Autobahnraststätte Pratteln fahren wir auf der Autobahn Richtung Emmental. Wir treffen um ca. 18.30 Uhr in Rüegsauschachen ein. Hier verabschieden sich die ersten sechs Reiseteilnehmer. Zwei schöne erlebnisreiche Tage bleiben uns bestimmt in angenehmer Erinnerung. Dem Reiseleiter Mattias Bürgi und dem Chauffeur Martin Frey danken wir herzlich für die gute Betreuung.

24.8.2017 /Peter Brechbühl

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